Forschungsbereiche

Unsere Forschungsbereiche

  • Wir untersuchen durch systematische Literaturaufarbeitung, Technologiebewertung und eigene Forschungsprojekte (randomisierte kontrollierte Studien und Beobachtungsstudien) den Nutzen und den Schaden von medizinischen Interventionen
  • Wir verbessern durch Methodikforschung die patienten-orientierte klinische Forschung, damit Patienten sowie Entscheidungsträger sich auf Forschungsergebnisse besser verlassen können
  • In nationalen und internationalen Beobachtungsstudien untersuchen wir die Prognose von Krankheiten und Langzeitverträglichkeit von neuen Medikamenten bei Patienten im klinischen Alltag

Wirksamkeitsforschung

Vergleichende Wirksamkeitsforschung (comparative effectiveness research) schafft Evidenz zum Nutzen und Schaden verschiedener diagnostischer und therapeutischer Massnahmen mit dem Ziel, die medizinische Entscheidungsfindung zu verbessern. Die Evidenz stammt aus randomisierten klinischen Studien, und pragmatischen Studien (pragmatic trials), sowie aus Beobachtungsstudien. Diese Evidenz kann in systematischen Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen zusammengefasst werden. ceb führt alle derartigen Studien und Untersuchungen durch.

Beispiele aktueller Forschungsprojekte sind:

  • Wir untersuchen die Wirksamkeit und Langzeitverträglichkeit von anitretroviralen Medikamenten in der Behandlung der HIV Infektion.
  • Wir untersuchen den Einsatz von Antibiotika bei Atemwegserkrankungen in der Grundversorgung und führen Interventionsstudien durch, um den Antibiotikagebrauch zu optimieren. Damit verhindern wir die Resistenzentwicklung von Bakterien und unnötige Nebenwirkungen der Antibiotikatherapie.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Publikationen und Projektbeschreibungen.

Evidenzsynthese

Wir erstellen systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen in zahlreichen Gebieten der Medizin, z.B. zu Infektionskrankheiten, kardiovaskulären oder metabolischen Erkrankungen, Radiotherapien oder zu chirurgischen Interventionen. Unsere Methoden nutzen wir zur Untersuchung von Medikamenten, medizinischen Apparaten, Verfahren, diagnostischen Tests und komplexen Interventionen.

Hierzu verwenden wir verschiedene spezifische Methoden, beispielsweise direkte und indirekte Vergleiche (Bucher Methode), Netzwerk-Meta-Analysen, aggregierte und individuelle Patientendaten-Meta-Analysen, sowie Meta-Analysen von diagnostischen Tests.

Weitere Information:Laufende Projekte und Publikationen

Datenanalysen von Beobachungsstudien

Wir arbeiten mit verschiedenen nationalen und internationalen Beobachtungsstudien und erforschen mit diesen Daten aus dem klinischen Alltag prognostische Faktoren sowie die Wirksamkeit und Langzeitsicherheit von Medikamenten. ceb hat langjährige Erfahrung mit der Analyse von Kohortenstudien, insbesondere im Bereich der HIV-Infektion. Das Datenzentrum der Schweizerischen Transplantationskohorten-Studie ist mit dem Institut assoziiert.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Publikationen und Projektbeschreibungen.

Pragmatic trials

Pragmatische Studien (Pragmatic trials) versuchen eine bestmögliche Anwendbarkeit ihrer Ergebnisse für die klinische Entscheidungsfindung zu erreichen. Wir führen pragmatische Studien durch indem wir den Nutzen von Interventionen unter klinischen Alltagsbedingungen untersuchen. Diese Studien erhalten die wichtigen Vorteile der Randomisierung, aber vermeiden Einschränkungen wie sie oftmals bei randomisierten Studien z.B. im Rahmen von Arzneimittelzulassungen vorliegen

Mit pragmatic trials wollen wir die klinische Praxis unmittelbar verbessern. Beispielsweise nutzen wir Routinedaten der Krankenversicherer um die Antibiotikaverschreibung in der ambulanten Versorgung zu monitorisieren und Ärzten eine Rückmeldung hierzu zu geben. Das Ziel ist die Senkung des Antibiotikaverbrauchs und somit eine Verminderung von Antibiotikaresistenzen.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Publikationen und Projektbeschreibungen.

Methodologische Forschung, Forschungsleitfäden und Research on Research

Die Entwicklung und Verbesserung der Methodik angewandter patienten-orientierter Forschung ist ein Schwerpunkt des ceb. Hierbei erforschen wir die Struktur der medizinischen Forschung (Research on Research) und versuchen systembezogene Verbesserungen zu erreichen.

  • ceb untersucht Gründe für einen vorzeitigen Abbruch von klinischen Studien. Wir erarbeiten Strategien zur Abbruchsvermeidung, damit klinische Fragestellungen schlüssig beantwortet und Forschungsmittel optimal eingesetzt werden.
  • Wir untersuchen, wie die Qualität und Aussagekraft von routinemässig erhobenen Daten und Analysen von Beobachtungsstudien verbessert und verlässliche Information zur Qualität der Versorgung und Langzeitsicherheit von Interventionen gewonnen werden können.
  • ceb engagiert sich in Initiativen zur Verbesserung der Qualität von wissenschaftlichen Forschungsberichten um Forschungsmittel effizienter einzusetzen und wissenschaftliche Erkenntnisse optimal zu nutzen.
  • Forschungsleitfäden haben einezentrale Bedeutung in der modernen klinischen Forschung. Klinische Studien müssen transparent und vollständig entsprechend internationalen Standards berichtet und bewertet werden. Fehlende Standardisierung verschwendet enorme Forschungsressourcen. Unser Engagement in diesem Gebiet soll nicht einzelne klinische Fragestellungen erforschen, sondern die Struktur klinischer Forschung per se verbessern. Wir haben zur Verbesserung zahlreicher Werkzeuge hierzu beigetragen. Dies beinhaltet die Evaluation der Qualität klinischer Studien und des Risk of Bias (z.B. GRADE, QUADAS-2, PROBAST), das Berichten von Studienprotokollen und Forschung mit Routinedaten (z.B. SPIRIT, RECORD), oder HTA-Reporte (EUnetHTA Leitfäden zu Screening Technologien oder zu Risk of Bias in nichtrandomisierten Studien).

Weitere Informationen finden Sie in unseren Publikationen und Projektbeschreibungen.

Kollaborationspartner

Netzwerke

S-CORE

ceb ist Gründungsmitglied des Swiss Center of Comparative Effectiveness and Health Economic Research (S-CORE). S-CORE ist ein Netzwerk der Universität Basel und vereint hochqualifizerte Spezialisten der Gesundheitsökonomie, Pharmacoepidemiologie, Gesundheitssystemforschung und der klinischen Epidemiologie.

http://www.swicore.ch

Klinische Beobachtungsstudien

ceb hat folgende Projekte und Kollaborationen im Bereich von klinischen Beobachtungsstudien:

STCS - Swiss Transplant Cohort Study

ceb arbeitet mit der Schweizerischen Transplantationskohortenstudie zusammen

http://www.stcs.ch

HIV Beobachtungsstudien

ceb arbeitet in verschiedenen nationalen und internationalen Projekten von HIV Beobachtungsstudien mit:

Methodikforschung

ceb arbeitet mit verschiedenen Partnern im Bereich der Methodikforschung zusammen. Insbesondere in folgenden Bereichen:

  • Vergleichende Studie zur Wirksamkeit von Medikamenten im off-label und on-label Gebrauch
  • Vergleichende Studie zu Behandlungseffekten unter klinischen Alltagsbedingungen und in experimentellen randomisierten Studien

Department of Clinical Epidemiology & Biostatistics McMaster University CLARITY group

  • Vorzeitiger Studienabbruch bei positive Ergebnissen – (STOP-IT 3)
  • Heparin bei Krebs – individuelle Patientendaten Meta-Analyse
  • Grading Recommendations, Assessment, Development, and Evaluation (GRADE)

http://fhs.mcmaster.ca/ceb/index.htm

Nationale und Internationale Kollaborationen

ceb arbeitet mit den folgenden nationalen und internationalen Partnern zusammen:

Unterstützen Sie uns

Für uns Menschen hat Gesundheit einen herausragenden Stellenwert. Sie ist wohl das höchste Gut überhaupt. Der medizinische Fortschritt und dass wir alle älter werden, sind die wichtigsten Gründe für steigende Bedürfnisse nach medizinischen Leistungen.

Die Gesundheit der Bevölkerung bildet eine relevante Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit einer Gesellschaft. Damit verknüpfen sich Fragen betreffend des individuellen und gesellschaftlichen Wohlbefindens, der optimalen Ressourcenzuteilung im Gesundheitswesen, des Standortvorteils und der Produktivitätskraft der Gesellschaft.

Unsere Forschung, Lehrtätigkeit und praktischen Anwendungen sind auf Innovation in Medizin und Gesundheitsversorgung gerichtet. Wir schaffen evidenzbasiertes Wissen als bessere Entscheidungsgrundlage in der klinischen Medizin und Gesundheitspolitik. Wir liefern die Entscheidgungsgrundlagen zum verbesserten Einsatz der Ressourcen im Gesundheitswesen.

Es sind die Qualität unserer Forschungsarbeiten, das richtige Setzen von Prioritäten, das gezielte Entwickeln unserer Infrastruktur und das nachhaltige Gewinnen der nötigen Geldmittel, welche das Erfüllen unseres Auftrags ermöglichen.

Ihr Beitrag an das Institut ist wichtig, er macht das Erreichen unserer Ziele etwas sicherer. Verlangen Sie eine Präsentation des Instituts, wir informieren Sie gerne in einem persönlichen Gespräch über die Möglichkeit, unser Institut kontrolliert zu unterstützen.

Kontakt:

Prof. Dr. med. Heiner C. Bucher, MPH
Head of Institute

Telefon +41 61 556 5100
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